Bücher

Tödliche Vorstellung

Der zweite Fall für Valeri und Dupont

Monaco sehen und … sterben?

Im Hafen von Monaco wird eine weibliche Leiche angespült. Alles deutet auf einen Selbstmord hin, doch keine vierundzwanzig Stunden später gibt es die nächste Tote: Beim berühmten Zirkusfestival von Monte Carlo wird eine Artistin von einem Tiger angegriffen und getötet. Ein tragisches Unglück oder doch ein Mord? Und was haben die Tierschützer damit zu tun, die rund um das Festival demonstrieren? Kommissarin Coco Dupont ermittelt mit ihrem wortkargen Kollegen Henri Valeri, der mitten in einer Ehekrise steckt. Doch für die Lösung privater Probleme bleibt keine Zeit, denn es gibt weitere Todesfälle … Ein Serienmörder in Monaco?

  • Jule Gölsdorf erzählt mehr als nur eine Krimigeschichte, sie erzählt etwas über das Funktionieren dieses kleinen Piratenstaates.

    Dieter Wedel (Regisseur)
  • Eine neue, frische Stimme, und sie kann erzählen!

    Klaus-Peter Wolf (Ostfrieslandkrimis)
  • Die Moderatorin kann auch Krimi. Und zwar richtig spannend!

    Bild-Zeitung
  • Spannender Lesestoff!

    Lea
  • Vielleicht ja genau die richtige Lektüre für düstere, verregnete Herbstabende

    RTL
  • Am liebsten würde man diesen Krimi während eines Urlaubs in Monaco lesen. (...) Der Krimi ist etwas für empfindliche Seelen, denn er strotzt nicht vor Brutalität und Blut. Es geht um Freundschaften, Beziehungen, Verrat und natürlich dem Zirkus.

    Eschborner Stadtmagazin
  • "Tödliche Vorstellung" ist ein äußerst flott lesbarer Krimi, der das Circusmilieu erfreulich authentisch abbildet.

    Zirkuszeitung
Mörderisches Monaco

Mord d´Azur:

In den malerischen Bergen von Monaco wird die Ehefrau eines Rennfahrers überfallen und ihr kleiner Sohn brutal erschlagen. Die scheinbar heile Welt des schillernden Fürstentums steht Kopf. Des Mordes verdächtigt wird eine junge Deutsche, die den Rennfahrer schon seit längerem verfolgt. Doch war diese Frau tatsächlich dazu fähig, aus Eifersucht kaltblütig zu töten? Ein ungeklärter Mord, eine Katastrophe für den als sicher geltenden Stadtstaat. Kommissar Henri Valeri ist wenig begeistert, als ihm bei den Ermittlungen auch noch die neue Kollegin Coco Dupont an die Seite gestellt wird, die, auf der Flucht vor den Trümmern ihrer Ehe und einem anderen ungelösten Fall, ganz andere Sorgen hat. Die beiden ermitteln gemeinsam im Umfeld der Formel 1. Dabei geraten sie in ein enges Geflecht aus Intrigen, sexuellen Tabus und Millionenmachenschaften, und bringen sich selbst in größte Gefahr…

Ein Kriminalroman für Fans von Donna Leon oder Jean-Luc Bannalec mit viel internationalem Flair des Fürstentums Monaco.

  • Eine neue frische Stimme – und sie kann erzählen! Wundervoll!

    Klaus-Peter Wolf (Ostfrieslandkrimis)
  • Die Formel-1 hat Platz für einen Krimi! Zumindest gibt es im Hintergrund genug Intrigen! Denn da, wo es um viel Geld geht, passiert auch was!

    Kai Ebel (RTL)
  • Daß Jule Gölsdorf dort mehr als einmal war, das spürt man in jeder Zeile, das atmet das Buch. Und man merkt genauso, daß sie sich auskennt mit den Usancen der monegassischen Polizei wie den Hinter- und Abgründen der Formel 1...() Verraten sei noch, daß das alles sehr lifestylisch ist, wie es sich gehört, wenn man in Monaco mit dem Großkotzigen verkehrt.

    Kulturexpress
  • Jule Gölsdorf hat keine übersteigerte Furcht vor Klischees. Sie erdet diese aber gekonnt durch scharfe Beobachtung und Recherche...() Sie entdeckt: Es gibt das Normale im Glamourösen. Es gibt das Menschliche im Medien-Scheinwerferlicht.

    Journal Frankfurt
  • Ein Krimi mit der Portion Adrenalin und einer Menge Spannung. Ein Muss für jede Leseratte und Formel-1-Fan.

    Antenne Hessen
  • Was sich im mörderischen Auftakt tut, ist durchaus roh-blutig.

    Frankfurter Neue Presse
  • Jule Gölsdorf liefert mit ihrem Krimi sehr solide Kost ab.

    n-tv.de
  • Tolles Debüt!

    People Magazin
  • Jule Gölsdorf würzt Hochspannung mit dem interessanten Flair der Reichen und Schönen!

    Gala
  • Faszinierende Formel-1 in Krimiform.

    RTL
  • Gölsdorf hat für ihr Krimidebüt die Welt der Reichen und Schönen eingefangen. Wunderbar!

    Hörzu
  • So mörderisch kann Monaco sein!

    Kleine Zeitung
  • Ein spannender Krimi und ein Lesetipp für die Sommerzeit.

    Gießener Anzeiger
  • Atmosphärisch dicht, gut recherchiert, spannend!

    Wiener Journal
  • Ich habe das mit Vergnügen und gerne gelesen, natürlich denke ich sofort über die Möglichkeit einer Verfilmung nach - das ist guter Stoff! Jule Gölsdorf erzählt mehr als nur eine Krimigeschichte, sie erzählt etwas über das Funktionieren dieses kleinen Piratenstaates.

    Dieter Wedel (Regisseur)

Charaktere

Kommissar Henri Valeri: Der 56-jährige geborene Monegasse ist mit Leib und Seele Polizist. Er liebt seine Heimat, allerdings ist ihm die zunehmende Schickeria-Prominenz in dem kleinen Fürstenstaat ein Dorn im Auge. Er lebt mit seiner Frau Inés, einer Schriftstellerin, im benachbarten französischen Ort Cap D´Ail. Auch wenn ihn sein Beruf ausfüllt, fühlt er sich trotz glücklicher Ehe und guten Freunden manchmal allein. Henri ist eher ein melancholischer Typ, der viel über das Leben nachdenkt und manchmal ohne triftigen Grund ein wenig mürrisch ist. Er ist ein exzellenter Koch, der immer ein kleines Notizheft dabei hat, um sich in Restaurants neue Rezepte zum Nachkochen aufzuschreiben und hat einen so guten Geschmackssinn, dass er fast jede Zutat aus einem Gericht herausschmecken kann. Insgeheim träumt er davon, den Polizeijob hinzuwerfen und stattdessen in einem unbekannten Küstenort ein kleines Restaurant zu eröffnen. Henri spielt mit ein paar Kollegen in einer Band, und immer, wenn er sich zu sehr aufregt, greift er zu seiner Duesenberg-E-Gitarre, um sich mit ein paar Riffs wieder zu beruhigen. Einer seiner ältesten Freunde ist der Tierarzt Stéphane, mit dem er sich regelmäßig über die Eigenarten der vermögenden Haustierbesitzer Monacos amüsiert, denn seit der Hund des früheren Fürsten zu seinen tierischen Patienten gehörte, ist er in der Welt der reichen Haustierbesitzer mehr als beliebt. Bis vor einem Jahr war in der Herrenrunde auch Henris Kommissaren-Kollege Frederic Duc mit von der Partie, doch seit einem Skiunfall in den französischen Alpen liegt Frederic im Koma. Henri ist wenig begeistert, als die Stelle von Frederic neu besetzt wird, und dann auch noch von einer Frau aus den Kreisen der monegassischen Schickeria.

Kommissarin Coco Dupont: Die 40-jährige kommt aus einer großbürgerlichen, vermögenden Familie und kennt Monaco seit ihrer Kindheit. Coco wird in Frankreich geboren, wächst aber in Deutschland auf und kehrt erst zum Studium nach Frankreich zurück. Währenddessen lernt sie ihren zukünftigen Mann kennen, den sie noch vor dem Studienabschluss heiratet. Nach dem Studium gerät Coco in eine Krise, weil sie den Vorstellungen ihres Vaters, als Richterin oder Anwältin Karriere zu machen, nicht genügen will. Nach seinem Tod beschließt sie, auf die anerkannte Polizeischule in Lyon zu wechseln. Im Laufe ihrer Karriere als Kommissarin verändert sich Coco und entfernt sich immer mehr von ihrem Ehemann. Zudem geraten die beiden in eine unüberwindbare Krise, als die schwangere Coco bei einem Unfall bei einem Polizeieinsatz ihr ungeborenes Kind verliert. Sie gerät an einen Punkt, an dem sie weiß, dass sie so nicht weitermachen kann, trennt sich von ihrem Mann und wechselt zur Polizei in Monaco. Dort leben sowohl ihre Jugendfreundin Cecilia als auch ihre frühere Urlaubsliebe Nico, ein deutscher Selfmade-Millionär, die in ihrer Anfangszeit für sie da sind. Coco ist ehrgeizig, diszipliniert, korrekt und hasst nichts mehr, als auf ihre Herkunft aus einer vermögenden Familie reduziert zu werden, mag sich aber auch nicht dafür entschuldigen. Sie liebt Yoga und kann daher in kritischen Situationen problemlos Ruhe bewahren. Zudem ist sie ein Fan von französischer Literatur und Karl Lagerfeld, mag frische Blumen und trinkt gerne außergewöhnliche Teesorten.

Der Blick auf das Fürstentum Monaco von der französischen Gemeinde Roquebrune-Cap-Martin aus gesehen.
Blick auf Monaco
Der Formel-1-Zirkus in Monaco – der Stadtparcours führt direkt durch das Fürstentum, hier der Streckenteil durch den Hafen Port Hercule, der direkt am Schwimmbad vorbeiführt.
Formel 1 in Monaco
Vorne im Bild die legendäre Hospitality von Red Bull, die größte in Monaco.
Red Bull Hospitality
Der Blick aus Kommissar Valeris Haus im benachbarten französischen Ort Cap D´Ail.
Cap D´Ail
Èze Village befindet sich zwischen Nizza und Monaco an der mittleren Corniche auf 430 bis 700 Metern Höhe. Der Gemeindeteil mit seinen mittelalterlichen Gassen ist definitiv einen Besuch wert.
Eze Village
Im Chateau de la Chevre D´Or in Èze Village kann man auf der Terrasse mit fantastischem Ausblick Käse und Wein genießen. Einer von Kommissar Valeris Lieblingsplätzen.
Terrasse in Eze
Auch vom Kakteengarten in Èze Village bietet sich ein spektakulärer Blick auf das Mittelmeer und die Steilküste.
Kakteengarten in Eze Village
Im Kakteengarten kann man auch ganz hervorragend relaxen ...
Relaxen im Kakteengarten
... oder Liebesschwüre in einen Kaktus ritzen.
Liebeskaktus
Auch mit spektakulärem Ausblick: Der Knast von Monaco, direkt unterhalb des berühmten Ozeanographischen Museums.
Knast von Monaco
Das legendäre Restaurant „Le Pirate“ in Roquebrune-Cap-Martin, in dem früher viele Prominente zu wilden Partys zusammengekommen sind.
Le Pirate
Der Lieblingsstrand von Kommissarin Coco Dupont: Plage Mala in einer kleinen Bucht von Cap D´Ail, die nur über eine längere Treppe oder ein Wassertaxi zu erreichen ist.
Plage Mala
Auch den Sonnenuntergang kann man am Plage Mala wunderbar genießen.
Sonnenuntergang am Plage Mala
Vom französischen Ort Menton nach Monaco führt der Spazierweg Le Corbusier, benannt nach dem berühmten Architekten, der in Roquebrune-Cap-Martin begraben ist.
Spazierweg Le Corbusier
Im nahegelegenen italienischen Ort Ventimiglia lohnt sich der Besuch auf dem Markt am Freitag – hier gibt es viele mediterrane Köstlichkeiten.
Markt in Ventimiglia
Auch einen Besuch wert: Der kleine Hafen in Fontvieille.
Hafen in Fontvieille
Kulinarische Spezialitäten lohnen sich auch in der französischen Hafenstadt Nizza. Im Café de Turin gibt es köstliche Meeresfrüchte.
Cafe de Turin
Auch der Spazierweg vom Hafen in Cap D´Ail entlang der Küste lohnt sich ...
Spazierweg an der Küste
... auch Jogger kommen hier voll auf ihre Kosten.
Spazierweg an der Küste
Der Friedhof von Roquebrune-Cap-Martin – einer der schönsten in der Gegend.
Friedhof von Roque-Cap-Martin
Hier wurde der berühmte Architekt Le Corbusier begraben.
Grab des Architekten Le Corbusier
Generell geben sich die Menschen hier im Süden sehr viel Mühe, die Gräber der Verstorbenen schön zu gestalten.
Grabsteine

Autorin

Biografie

JuleJule Gölsdorf arbeitete nach dem abgeschlossenen Politik-Studium und einem Volontariat als Journalistin und Moderatorin, unter anderem für den Nachrichtensender n-tv, das ZDF und die ARD. 9 Jahre lang war sie ein Gesicht der ZDF-Kindernachrichten-Sendung „logo!“, die 2012 mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde. Zu ihren großen Leidenschaften zählen das Reisen und das Schreiben. In ihrem ersten Kriminalroman verbindet die Autorin, die für n-tv auch das 24-Stunden-Rennen von Le Mans moderiert, ihre Leidenschaft für den Motorsport mit ihrer Begeisterung für die Cote d´Azur. “Mörderisches Monaco” erschien im April 2015 im Aufbau-Verlag. Im Oktober 2016 erschien der zweite Monaco-Krimi „Tödliche Vorstellung“, der beim berühmten Zirkusfestival von Monte Carlo spielt. Im September 2015 erschien zudem das populär-wissenschaftliche Sachbuch „Harn aber herzlich“ bei Piper. Zuvor veröffentlichte Jule bereits unter dem Pseudonym Dana Phillips zwei stimmungsvolle Reiseromane beim Lübbe-Verlag und ein Hörbuch für Kinder im Hörverlag.

Die Hannoveranerin mit österreichischen Wurzeln ist die Tochter des Unternehmers Dieter Gölsdorf, dessen Duesenberg-Gitarren von internationalen Stars wie Johnny Depp, den Rolling Stones oder Peter Maffay gespielt werden. Jule ist in Frankfurt am Main, Köln und auf Reisen zuhause und hält sich fit mit Yoga, Laufen, Reiten, Skifahren, Schießen und Fitness.

Mehr zu Jule Gölsdorf unter www.jule-goelsdorf.com und https://www.facebook.com/julegoelsdorf

 

FAQ

Der neue Krimi spielt beim Zirkusfestival in Monaco – was fasziniert dich so am Zirkus?

Ein Zirkusbesuch ist für mich eine Erinnerung an ein Stück glückliche Kindheit! Der Zirkus ist ein Ort, an dem sich die ganze Familie trifft, und nicht nur das: Bei einem Zirkusbesuch sitzen Leute aus allen Gesellschaftsschichten zusammen, ob jung, alt, arm oder reich. Der Zirkus verbindet die Menschen, das gefällt mir sehr. Und: Eine Zirkusvorstellung ist live, echt und ohne Filter! Hier dürfen auch Fehler passieren, das ist nicht schlimm, ganz im Gegenteil: Oft bekommen gerade die Artisten, die nach einer Panne wieder aufstehen und die Nummer noch einmal versuchen, den größten Applaus.

Was macht das Festival in Monaco aus?

Dass eben auch dort – trotz der vielen Reichen und Superreichen die unterschiedlichsten Menschen zusammenfinden. Zum Beispiel sitzt die Fürstenfamilie direkt neben den übrigen Zuschauern, ohne Absperrung und großes Sicherheitsaufgebot. Und: In Monaco treffen sich die besten Artisten aus aller Welt, nirgendwo sonst sieht man so viele großartige Zirkusnummern während einer Vorstellung.

Hast du die Fürstenfamilie schon mal persönlich getroffen?

Ja, ich habe Prinzessin Stéphanie von Monaco kennengelernt und ich durfte ein kurzes Interview mit ihr führen. Sie ist viel hinter den Kulissen des Zirkus´ unterwegs, hat überhaupt keine Berührungsängste und fällt zum Beispiel den Artisten hin und wieder um den Hals! Die Prinzessin kümmert sich wirklich rührend um das Festival. Sie scheint sehr bodenständig zu sein, ich habe sie meistens ungeschminkt und in Jeans und Turnschuhen gesehen. Das fand ich sehr sympathisch. Lustig war, als ich ihr vorgestellt wurde, habe ich ihr einfach die Hand geschüttelt! Im Nachhinein war ich mir gar nicht sicher: Darf man das, erlaubt das die Etikette? Aber sie war sehr nett und stand meiner Idee, meinen nächsten Krimi beim Zirkusfestival von Monaco spielen zu lassen, offen gegenüber. Sie sagte, dass bei den Zirkusleuten zwar jede Menge los sei, dass der Zirkus aber generell eher eine Geschichte von Familienzusammenhalt und großen Freundschaften erzählt. Aber das hat für mich eben auch den Reiz ausgemacht: Diese vermeintlich heile Welt gründlich durcheinander zu wirbeln!

Was passiert denn in deiner Geschichte?

Beim Zirkusfestival treibt ein Serienkiller sein Unwesen. Und das gemeine ist: Er lässt die Artisten in der Manege sterben, während ihres Auftritts! Eine Raubtierdompteuse wird von einem ihrer Tiger angefallen und getötet, eine andere Artistin, die mit exotischen Schlangen auftritt, stirbt an den Folgen eines Schlangenbisses. Die Frage ist natürlich: Wie hat es der Mörder geschafft, dass die Zirkustiere ihre menschlichen Partner angreifen? Und wer hätte ein Motiv, die Artisten umzubringen? Stecken womöglich die Tierschützer dahinter, die gegen die Haltung und Dressur von Wildtieren im Zirkus demonstrieren? Zeitgleich mit den Ereignissen auf dem Zirkusgelände stürzt auch noch eine Frau vom Dach des ozeanografischen Museums in den Tod… Meine Kommissare Henri Valeri und Coco Dupont haben alle Hände voll zu tun!

Du hast dir also auch ein politisches Thema vorgenommen?

Ja, mir ist es schon sehr wichtig, dass meine Krimis nicht nur spannend sind, sondern dass die Geschichten auch ein bisschen Tiefgang haben und den Leser im besten Fall zum Nachdenken bringen! Bei meinem ersten Monaco-Krimi ging es unter anderem um Homosexualität unter Sportlern, beim zweiten Buch spielt der Tierschutz eine große Rolle: Ist es noch zeitgemäß, Wildtiere im Zirkus auftreten zu lassen? Welche Argumente führen die Gegner ins Feld? Mit welchen Vorurteilen haben die Artisten zu kämpfen, welche Traditionen sollten bewahrt werden und von welchen sollte man sich besser verabschieden?

Wie hast du denn für die Geschichte recherchiert?

Ich war mehrere Male beim Zirkusfestival in Monaco und bin dort mit vielen Artisten ins Gespräch gekommen, um zu verstehen, wie die Zirkusleute leben und was ihnen wichtig ist. Aber mir waren die Interviews mit den Tierschützern genau so wichtig, um auch die Argumente der anderen Seite zu hören. Ich habe schon viel Zirkusluft geschnuppert, nicht nur beim Festival, sondern ich bin auch für eine Woche bei einem Schweizer Zirkus mitgereist, um sozusagen am eigenen Leib zu erfahren, wie der Alltag im Zirkus aussieht. Das war eine großartige Woche, eine sehr interessante Erfahrung! Und ich spreche natürlich auch immer wieder mit der Polizei, mit Psychologen und Rechtsmedizinern, schließlich bin ich Journalistin, es ist mir wichtig, dass alles stimmt und realitätsnah erzählt wird. Ich habe mir sogar mal eine Obduktion angesehen.

War das nicht hart?

Und ob! Einen toten Menschen nackt und bloß auf dem kalten Stahl liegen zu sehen, ist nicht einfach, besonders dann nicht, wenn der Schädel aufgesägt und das Gehirn untersucht wird! Das ist wie in einem Horrorfilm! Andererseits ist es faszinierend, was man anhand dieser Untersuchungen alles über einen Toten herausfinden kann. Beeindruckend auch, wie locker der Rechtsmediziner und seine Assistenten mit der Situation umgegangen sind. Für sie ist das der ganz normale Berufsalltag, sie unterhalten sich nebenher über ganz banale Sachen, mir dagegen war schon recht mulmig zumute, aber zuletzt überwog doch die Faszination.

Du hast sogar ein Praktikum bei der monegassischen Polizei gemacht?

Das stimmt, ich bin eine Woche lang mit den Beamten der monegassischen Polizei, der Surete publique, unterwegs gewesen und habe mir alles genau angeschaut. Besonders interessant fand ich die Kameraüberwachungszentrale. In Monaco gibt es mittlerweile über 600 Kameras, jeder Winkel kann von einem der elektronischen Augen beobachtet werden. Und was besonders aufregend war: Gerade als ich in der Zentrale war, gab es einen Überfall auf ein Juweliergeschäft, und ich konnte alles live auf den Bildschirmen miterleben: Eine Verfolgungsjagd inklusive Schusswechsel!

Wie bist du denn überhaupt darauf gekommen, Krimis zu schreiben?

Schon als Kind habe ich gerne geschrieben, mir Geschichten ausgedacht, ähnlich wie die Abenteuer der fünf Freunde von Enyd Blyton, und ich habe auch die Buchcover dazu entworfen und selbst gezeichnet. Natürlich habe ich auch viel gelesen und mir in der Stadtbücherei jede Menge Bücher ausgeliehen. Auch heute noch lese ich in jeder freien Minute, ohne Bücher könnte ich gar nicht leben! Und irgendwann habe ich gedacht: Ich lese gerne, ich schreibe gerne, warum schreibe ich nicht endlich mein erstes Buch?

Warum spielen die Krimis gerade in Monaco?

Mich fasziniert dieses spezielle Fleckchen Erde einfach! Das klitzekleine Fürstentum, die Fürstenfamilie selbst und ihre spannende Geschichte, dieser Ort, an dem auf engsten Raum Menschen aus aller Welt zusammenkommen. Viele von ihnen mit sehr viel Geld, Superreiche, die sich in enge Appartements zwängen lassen, nur um hier Steuern zu sparen. Das ist diese besondere Mischung: Auf der einen Seite eine künstliche Welt, ein Leben wie mit Zuckerguss überzogen: Geld, Macht, gekaufte Schönheit, viel Oberflächliches, auf der anderen Seite die ganz normalen Leute, die eben auch dort leben und arbeiten. Außerdem ist die Gegend natürlich wunderschön, die Cote d´Azur zwischen Frankreich und Italien! Ich liebe das milde Klima, die mediterrane Küche, bin einfach sehr gerne dort! Und: Es gab bisher noch keine Krimis, die dort angesiedelt sind, da habe ich meine Chance genutzt!

Der erste Krimi ‚Mörderisches Monaco’ spielt in der Formel 1 – ist das ein Krimi nur für Motorsportfans?

Nein, ganz im Gegenteil! ‚Mörderisches Monaco’ ist ein ganz klassischer Krimi und zugleich der Auftakt zu einer Reihe um die Kommissare Valeri und Dupont, die im Fürstentum Monaco ermitteln. Aber weil die Formel-1 ja etwas ist, das man sofort mit Monaco in Verbindung bringt, habe ich mich entschieden, den ersten Fall im Umfeld der Formel-1 spielen zu lassen. Das heißt: Die Kommissare ermitteln im Formel-1-Milieu, das heißt aber nicht, dass ich die Leser mit technischen Details langweile! In meiner Geschichte werden die Ehefrau und der Sohn eines Rennfahrers erschlagen aufgefunden – das ist der Plot, es geht aber vor allem um das Umfeld, die Familie, die unterschiedlichen Beziehungen der Protagonisten zueinander. Ich denke, dass sich Formel-1-Fans freuen, dass ein Krimi in ihrem Lieblings-Setting spielt und ich hoffe, dass ich allen anderen die Faszination Formel-1 ein wenig näher bringen kann. Ich war ja selbst überrascht, wie mich dieser Sport allein durch die Recherche vor Ort begeistert hat. Bevor ich mich für den Krimi mit der Formel-1 beschäftigt habe, war ich kein großer Fan, aber nachdem ich dort lange recherchiert habe, kann ich verstehen, was die Menschen am Motorsport fesselt. Und gerade in Monaco ist man so nah dran, wie nirgendwo sonst, das ist schon faszinierend: Die Lautstärke, die Rennwagen, die in Sekundenschnelle an einem vorbei rasen, die Spannung, da liegt einfach ein Kribbeln in der Luft. Und dazu kommt natürlich auch noch: Das Rennen in Monaco ist kein klassisches Formel-1-Rennen. Monaco hat einfach ein ganz besonderes Flair, allein dadurch, dass das Rennen auf einem Stadtparcours stattfindet, dann die vielen Prominenten, die – auch durch die Filmfestspiele, die kurz zuvor in Cannes stattfinden – vor Ort sind. Monaco ist einfach Glamour pur!

Was ist das Besondere für Dich am Schreiben?

Ich liebe es einfach, Geschichten zu erfinden und Charaktere zum Leben zu erwecken. Für mich ist es das größte Glück, durch Kreativität und Recherchen in andere Welten einzutauchen und daraus einen spannenden Plot zu entwickeln. Ich bin so dankbar dafür, dass ich durch meinen Beruf die Gelegenheit bekomme, die unterschiedlichsten Ecken dieser Welt zu sehen und Menschen zu treffen, die ich sonst nie kennengelernt hätte. Für den Reiseroman „Aber bitte mit Sake“ durfte ich zum Beispiel 6 Wochen lang auf dem japanischen Kreuzfahrtschiff „Peaceboat“ mitreisen und unter anderem Interviews mit Überlebenden der Atombombenkatastrophe von Hiroshima und Nagasaki machen. Das hat mich sehr bewegt und beeindruckt. Und bei der Recherche zu ‚Mörderisches Monaco’ durfte ich hinter die Kulissen der monegassischen Polizei und der Formel-1 schauen. Für das zweite Buch war ich beim Zirkusfestival in Monaco unterwegs – das sind alles so aufregende, spannende und überraschende Erlebnisse, das ist doch toll! Dazu kommt, dass man sich durch das Schreiben wunderbar ausdrücken kann und etwas Bleibendes schafft, mit dem man – im Idealfall – andere auch noch gut unterhält.

Wo schreibst Du am liebsten?

Am besten kann ich in Cafés schreiben – der Trubel um mich herum inspiriert mich einfach – und außerdem kann ich mir immer einen frischen Kaffee bestellen! Und wenn ich – was auch immer mal wieder vorkommt – eine Schreibblockade habe, beobachte ich einfach die Leute um mich herum, bis mir wieder eine Idee kommt. Das gute ist ja, wenn ich alleine mit meinem Laptop dort sitze, muss ich früher oder später einfach weiterarbeiten. Zuhause würde ich wahrscheinlich anfangen, die Küche zu putzen oder zu bügeln… Wobei ich in meiner Wohnung schon auch ab und an schreibe – oder auf dem Sofa meiner Mutter in Hannover, da fühle ich mich zuhause und bestens versorgt, meine Eltern sind generell gute Ratgeber, was meine Geschichten angeht. Und natürlich schreibe ich auch an den Orten, an denen meine Geschichten spielen. In Monaco saß ich zum Beispiel gerne im Café de Paris oder in einem der kleinen Läden im Hafen.

Wie kommst Du auf Deine Ideen?

Das ist ganz unterschiedlich – zum einen durch die gerade genannte Vorort-Recherche, zum anderen kommen mir aber auch in den absurdesten Situationen Ideen. Die Szenerie für das Ende von „Mörderisches Monaco“ ist mir zum Beispiel eingefallen, als ich gerade in der Maske beim Hessischen Rundfunk saß. Während die Maskenbildnerin mich für die Sendung geschminkt hat, habe ich über meine Geschichte nachgedacht – und plötzlich war das Ende in meinem Kopf, keine Ahnung, warum das gerade in dieser Sekunde passiert ist. Manchmal kommen mir auch mitten in der Nacht Ideen, die ich mir dann unbedingt notieren muss, sonst kann ich mich am nächsten Morgen nicht mehr daran erinnern. Ich bin aber generell sehr aufmerksam, beobachte Szenen oder notiere mir Dialoge in meinem Notizbüchlein und verwende sie dann später irgendwo… Mein Notizbuch ist immer ein guter Fundus.

Welche Krimiautoren magst Du selber gerne?

Da gibt es viele, ich lese sehr gerne Krimis. Ich mag unsere Deutschen: Oliver Bottini, Klaus-Peter Wolf, Jean-Luc Bannalec, Nele Neuhaus, Charlotte Link, Sebastian Fitzek, Karen Sander, Zeno Diegelmann, aber natürlich auch die internationalen Krimiautoren, Simon Beckett, Hjorth & Rosenfeldt, Robert Galbraith, Tanja French, Donna Leon, und tausend andere, die ich jetzt gerade vergessen habe 🙂

News

Lesung bei den Krimitagen Meppen

Jule liest aus ihrem aktuellen Krimi „Tödliche Vorstellung“:
Im Hafen von Monaco wird eine weibliche Leiche angespült. Alles deutet auf einen Selbstmord hin, doch keine vierundzwanzig Stunden später gibt es die nächste Tote: Beim berühmten Zirkusfestival von Monte Carlo wird eine Artistin von einem Tiger angegriffen und getötet. Ein tragisches Unglück oder doch ein Mord? Und was haben die Tierschützer damit zu tun, die rund um das Festival demonstrieren? Kommissarin Coco Dupont ermittelt mit ihrem wortkargen Kollegen Henri Valeri, der mitten in einer Ehekrise steckt. Doch für die Lösung privater Probleme bleibt keine Zeit, denn es gibt weitere Todesfälle …

Krimitage in Meppen
Mittwoch, 08. November 2017
19:30 Uhr
Café Koppelschleuse

 

Lesung bei „Tatort Fulda“

Jule freut sich auf den Besuch beim Krimi-Festival „Tatort Fulda“ – am 15. März liest sie aus ihrem aktuellen Monaco-Krimi „Tödliche Vorstellung“.

Tatort Fulda
CENTHOF Catwalk
Bahnhofstraße 26
36037 Fulda

Zeit: 20:00 (Einlass 19:30)

Trailer zu „Tödliche Vorstellung“!

Habt Ihr Lust auf einen Vorgeschmack zu „Tödliche Vorstellung“? Der zweite Teil der Monaco-Krimireihe kommt am 17. Oktober auf den Markt!

Hier könnt Ihr Euch den Trailer dazu anschauen!

 

Krimifestival Giessen: Premierenlesung zu „Tödliche Vorstellung“

Endlich ist es soweit: am 17. Oktober erscheint der zweite Teil der Monaco-Krimi-Reihe! Premierenlesung zu „Tödliche Vorstellung“ findet beim Krimifestival in Giessen statt.
Am 18.10.16 liest Jule Gölsdorf im Schloss Hungen:

Ort: Schloss Hungen, Blauer Saal, Schlossgasse, Hungen
Zeit: 20 Uhr (Einlass 19:30 Uhr)
Eintritt: 10  Euro

Mehr zur Veranstaltung hier.

Jule liest am Nürburgring!

Jules erster Krimi „Mörderisches Monaco“ – spielt in der Formel 1 – Grund genug für die Deutsche Post, die Autorin zu einer Lesung am Nürburgring einzuladen!

Am 10. September liest Jule aus „Mörderisches Monaco“ in der DTM Business Lounge – natürlich mit dem Sound der DTM im Hintergrund ?!

Das Cover zu „Tödliche Vorstellung“ ist da!

So sieht es aus! „Tödliche Vorstellung“ erscheint am 17. Oktober 2016 im Aufbau-Verlag! Ich freu mich riesig!

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Neuer Monaco-Krimi!

Es geht weiter mit den beiden Kommissaren Henri Valeri und Coco Dupont! Im Herbst 2016 erscheint der zweite Teil der Krimi-Reihe aus Monaco. „Möderische Vorstellung“ führt die beiden Ermittler hinter die Kulissen des berühmten Zirkusfestivals von Monaco. Der Titel erscheint wieder im Aufbau-Verlag.

Neue Pressezitate zu „Mörderisches Monaco“

Es gibt neue Stimmen zu „Mörderisches Monaco“:

Dieter Wedel (Regisseur): „Ich habe das mit Vergnügen und gerne gelesen, natürlich denke ich sofort über die Möglichkeit einer Verfilmung nach – das ist guter Stoff! Jule Gölsdorf erzählt mehr als nur eine Krimigeschichte, sie erzählt etwas über das Funktionieren dieses kleinen Piratenstaates.“

Gießener Anzeiger: „Ein spannender Krimi und ein Lesetipp für die Sommerzeit.“

Wiener Journal: „Atmosphärisch dicht, gut recherchiert, spannend!“

Neue Lese-Termine

Jule liest aus Mörderisches Monaco

Krimifestival Tatort Eifel
14. September 2015 um 20 Uhr
Löhr Automobile Daun
Bitburgerstraße 4
54550 Daun

Kriminacht am Hauptbahnhof
16. Oktober 2015 um 20:40 Uhr
Frankfurter Hauptbahnhof, an der Nordseite
Im Konferenzraum 2, 1. Stock

Giessener Krimifestival
22. Oktober 2015 um 20 Uhr
Verlagshaus Giessener Anzeiger
Am Urnenfeld 12
35396 Wieseck

Gesammelte Pressezitate zu „Mörderisches Monaco“

„Was sich im mörderischen Auftakt tut, ist durchaus roh-blutig …“ (Frankfurter Neuer Presse)
„Jule Gölsdorf liefert mit ihrem ersten Krimi sehr solide Kost ab“ (n-tv.de)
„Tolles Debüt“ (People Magazin)
„Jule Gölsdorf würzt Hochspannung mit dem interessanten Flair der Reichen und Schönen“ (Gala)
„Faszinierende Formel-1 in Krimiform“ (RTL)
„Sie erdet Klischees gekonnt durch scharfe Beobachtung“ (Journal Frankfurt)
„Gölsdorf hat für ihr Krimidebüt die Welt der Schönen und Reichen eingefangen. Wunderbar.“ (Hörzu)
„Ein Krimi mit der Portion Adrenalin und einer Menge Spannung“ (Antenne Hessen)
„So mörderisch kann Monaco sein!“ (Kleine Zeitung)

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